Schipistenbeleuchtung

In den letzten Jahren hat sich der Trend zum Nachtschilauf wesentlich verstärkt.
Dieser Effekt wurde durch das Angebot professioneller Flutlichtanlagen mit ausreichender Beleuchtungsstärke und Gleichmäßigkeit gefördert.
In der Nähe von Ballungszentren findet Nachtschilauf großen Anklang, da sich diese sportliche Aktivität auch während der Arbeitswoche, in den Abendstunden, wunderbar ausüben lässt.

Für Betreiber von Schipisten eröffnet sich ein lukratives Zusatzeinkommen, da die bestehende Infrastruktur wie Lift, Personal und Beschneiung noch wesentlich mehr Wertschöpfung abwirft.

Dimensionierung der Anlage: Für Publikumslauf sollte die Beleuchtung ab 50lx Emh (Mittlere Beleuchtungsstärke, horizontal gemessen) dimensioniert sein. Die Masthöhe richtet sich nach der Pistenbreite, sollte jedoch 16m LPH (Lichtpunkthöhe) nicht unterschreiten. Es empfiehlt sich, die Maststandorte in der Nähe der Beschneiungsanlage zu positionieren und vorhandene Elektranten zur Anspeisung heranzuziehen. Die Mastabstände sollten ca. 50m betragen, die Anzahl der Scheinwerfer richtet sich sodann nach der Ausleuchtungsfläche. Üblicherweise reicht hier die Anordnung auf einer Pistenseite.

Für Trainings- und Wettkampfbedingungen soll die Beleuchtungsstärke auf 150 bis 300lx Emh ausgelegt werden. Es gelten im Prinzip dieselben Vorgaben, jedoch soll hier die LPH mindestens 18m betragen.

Die Anlage wir vorab durch eine Computersimulation berechnet, welche die Auswahl der Leuchten und deren Einstellung vorgibt. Üblicherweise nimmt man asymmetrische Fluter mit einer Leistung von 1000 bis 2000W mit Metallhalogendampflampen für weißes, bzw. Natriumdampflampen für gelbes Licht. Die Einstellung der Scheinwerfer hat nach Vorgaben der Lichtberechnung zu erfolgen, um keine unangenehme Blendung hervorzurufen.

Full HD-TV taugliche Anlagen: Das Anforderungsprofil für fernsehtaugliche Flutlichtanlagen setzt einen wesentlich höheren Beleuchtungsstandart voraus. Bei Anlagen für Publikumslauf, Training, oder Wettkampf wird die Ausleuchtung so geplant, dass der Schiläufer von der Seite und von hinten beleuchtet wird, hier wird die Ausleuchtung horizontal geplant und gemessen. Bei Fernsehaufzeichnungen wird der Rennläufer von möglichst allen Seiten angestrahlt, damit die Kameras ihn von vorne, der Seite, oder auch von hinten gestochen scharf aufnehmen können. Die Beleuchtungsstärke wir hier vertikal, in 1m Höhe, in Richtung verschiedener Kamerastandorte gemessen. Hier sollen Werte zwischen 1400 und 2000lx erreicht werden. Auf die Gleichmäßigkeit ist besonders zu achten, auch zu hohe Werte stören die Fernsehaufzeichnungen.
Die Wahl des geeigneten Scheinwerfers, gepaart mit dem optimalen Leuchtmittel, welches die richtige Farbtemperatur ausstrahlt ist für diese Anlagen entscheidend.
Mittels Lichtberechnungsprogramm wird die Anlage geplant und dimensioniert. Die Ergebnisse der Planung werden sodann baulich umgesetzt, Maststandorte, Masthöhen und Fluteranzahl genau eingehalten. Danach erfolgt die Feinjustierung der Scheinwerfer. Jeder Fluter hat seinen exakten Ausrichtungspunkt, dieser wird auf der Schipiste ermittelt und per Lasermessung eingerichtet. Abschließend wird die Ausleuchtung mittels Lichtmessung überprüft und bei Bedarf angepasst.

 












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